Erkundung Seidenstraße
Von der heutigen Etappe hatte ich kaum Ahnung, was mich erwartet. Was ich wusste, ist, dass es die längste Etappe auf der gesamten Seidenstraßentour sein wird. Dass sie flach ist und durch die Wüste führt.
Soweit, so gut, letztere Aussage kann ich aber relativieren: Das war mal Wüste, jetzt wachsen hier Pappelalleen, Maulbeerbäume, Weizen, Mais, Walnüsse (!), chinesische Datteln, Apfelbäume. Und am Wegesrand blüht Sophora, Tamariske. Dann wechselt der Straßenbaum von Pappel nach Eucalyptus. Dazwischen stehen Ölweiden.
Und auch, wenn die ersten 40 Kilometer leidlich lebhaft befahren waren, wird es danach ruhig, der Wind weht weiterhin beständig von hinten und der erste Akku hält fast bis zum Schluss. Das Hotel ist super, das Rad schläft heute Nacht im Video-Überwachungsraum, dessen Equipment aus einem James-Bond-Film der 1980er stammen könnte.
Die 140 Kilometer fühlten sich kürzer an, trotzdem gönne ich mir noch eine Massage am Abend.
Die Muskeln sind entspannt für den Entspurt: Noch zwei Etappe bis nach Kashgar!
Ach ja, der Titel: Alle paar Kilometer habe ich Fasanen mit meiner Ankunft aufgescheucht, die anscheinend keinen Platz auf der lokalen Speisekarte haben, so viele, wie es waren.
Diese Erkundung bereitet die Tour MYTHOS SEIDENSTRASSE vor, die im Frühjahr 2027 stattfindet. Die Tour ist gesichert, von den zehn Plätzen für die Gesamttour sind bereits vier vergeben.




