Die Wüste lebt!

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Erkundung Seidenstraße

Bei der Planung der Tour habe ich mir exakt über die nächsten zwei Etappen die meisten Sorgen gemacht. Auf der Karte führt eigentlich nur die Nationalstraße 314 über Keping nach Bazhou. Und was, wenn die LKW nicht auf der parallel verlaufene Autobahn fahren, sondern die Nationalstraße nehmen, um Maut zu sparen?

Nun, das machen sie. Aber als ich mir am Ortsausgang von Aksu die Navi-App genauer anschaue und reinzoome, fällt mir auf, dass da eine kleine Straße fast kontinuierlich parallel zur Nationalstraße läuft. Was soll ich sagen: Statt 125 Kilometer Nationalstraße gerade einmal 27 Kilometer, und der Rest verläuft fast autofrei durch eine Region, die anscheinend erst in den letzten 20 Jahren der Wüste abgetrotzt wurde. Es wächst Mais, Weichweizen. Maulbeerbäume, Wallnussbäume, Eukalyptus, es grasen Schafe und Kühe und ich bewundere das ausgeklügelte Bewässerungssytem. Was aber auch zum Problem für mich wird. Im Versuch, komplett auf die Nationalstraße zu verzichten, scheitere ich mehrmals an Zäunen, die die Bewässerungskanäle schützen. Für mich sind es deshalb heute 144 Kilometer, die Gruppe nächstes Jahr kann sich auf höchst abwechlungsreiche flache 124 Kilometer freuen. Klingt lang, aber das ist die Distanz, die ein Akku bei Unterstützungsstufe 3 auf flacher Strecke schafft.

Und was mich freut: Es herrscht anscheinend in dieser Jahreszeit immer Ostwind. Also Wind von hinten!

Diese Erkundung bereitet die Tour MYTHOS SEIDENSTRASSE vor, die im Frühjahr 2027 stattfindet. Die Tour ist gesichert, von den zehn Plätzen für die Gesamttour sind bereits vier vergeben. 

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