Goldenes Dreieck – Radtour im Dreiländereck China, Laos und Thailand
Wir lassen es heute gemächlich angehen, entspanntes Frühstück mit Blick auf den Nam Ou, gut eine Stunde Flussfahrt und dann – nein, nicht direkt auf die Räder, weil mein Hinterrad platt ist. Hat der Busfahrer, der leider eine unrühmliche Ausnahme der ansonsten exzellenten Busfahrer auf unseren Touren ist, hat das schon gestern gemerkt, aber keine Veranlassung gesehen, es Toh oder mir mitzuteilen. Hat das Rad dann einfach zu den anderen gestellt, vielleicht merkt es ja keiner…
Entsprechend angesäuert wechsle ich den Schlauch, der Ersatzschlauch ist aber leider nicht geflickt, wie eigentlich besprochen (s. meine Bemerkung über den Busfahrer), und der zweite Ersatzschlauch hat ebenfalls ein Loch. Es ist staubig und die Sonne brennt, was nicht sonderlich verwunderlich ist, da es inzwischen Mittag schlägt. Toh findet allerdings schnell einen Radladen in der Nähe und kommt mit mit fünf Ersatzschläuchen zurück (von dem wir dann natürlich nur den einen aktuellen brauchen, Murphy wohnt auch in Laos).
Nachdem ich wieder Luft im Reifen und zum Atmen habe, radeln wir meist entspannte 45 Radkilometer nach Nam Thouam, eins ein kleines Dorf, dankt chinesischer Inverstoren nun immerhin eine Kleinstadt mit mehr als 20 000 Einwohnern. Und einem chinesischen Restaurant, das wie eine Garage aussieht und in das, passend, auch nach zehn Minuten unserer Anwesenheit zwei Motorroller einknattern.
Vielleicht das schlechteste Essen der Tour, warne ich die Gruppe. Und werde eines Besseren belehrt: Es wird eines der besten und günstigsten Abendessen der Tour. Gaumenfreuden unter Neonlicht. Es gibt Schlimmeres!









