Erkundung Chinesische Seidenstraße
Von der Etappe von Urumqi nach Dabanchang habe ich vom letzten Mal, als ich 2006 mit dem ARTE-Team unterwegs war, in Erinnerung, dass sich der Weg aus der Stadt hinaus unheimlich zog, stetig leicht bergan ging, mir ein stammer Wind entgegen blies, und ich so genervt war, dass ich mich noch nicht mal an den Hunderten von Windrädern erfreuen konnte. Was ein E-Bike doch für einen Unterschied macht! Der leichte Anstieg über die ersten 30 Kilometer nervt kein bisschen und dann kommt zum elektrischen auch noch realer Rückenwind hinzu. Nach 30 Kilometern geht es dann nur noch eben bis bergab, und siehe da, das Einstraßennest Dabanchang hat nun fünf Straßen, ein halbes Dutzend passable Unterkünfte (ich logiere bei Frau Wen, die gerade Taichi-Übungen in der Rezeptionshalle macht, als ich mein Rad reinschiebe.) Eine sehr saubere, schöne Unterkunft, anders als vor 20 Jahren, als ich bei einem Blick auf die Absteige, bestes, weil einziges Haus am Platz, mich gleich wieder aufs Fahrrad gesetzt habe und lieber die 120 (fast) Bergabkilometer am Nachmittag abgerissen habe, um Turfan zu erreichen. Das ist heute nicht notwendig, ich suche mir ein nettes Grillrestaurant an der Hauptstraße und genieße meinen ersten Lammgrillspieß. Einziger Wehmutstropfen: Die beiden großen Zapfanlagen, eine für Fassbier, die andere für Kwass (leicht angegorener Brottrunk) sind leer. „Der Tanklastwagen war heute nicht da!“, erklärt sie lakonisch und gießt mir noch einen Tee ein.
Diese Erkundung bereitet die Tour MYTHOS SEIDENSTRASSE vor, die im Frühjahr 2027 stattfindet. Die Tour ist gesichert, von den zehn Plätzen für die Gesamttour sind bereits vier vergeben.









